"Autofreier Tag" Wulkaprodersdorf

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Am 19. September fand in Wulkaprodersdorf wieder mal der "Autofreie Tag" statt. Dazu wurde wieder die Hauptstraße gesperrt.

Weinbauern, Lokale und Vereine hatten Stände mit Speisen und Getränken, veranstalteten Spiele für Kinder und Erwachsene.

Musikverein,Tamburica und Musikgruppen gaben Ständchen zum Besten.

Der Elternverein der Volksschule machte eine Rätselralley und - Christians Tochter ist in der Volksschule und seine
Frau Gerda im Elternverein - "vergatterten" Christian und Viktor, Teleskope für die Sonnenbeobachtung aufzubauen.

Wir haben um 13.00 die Teleskope aufgebaut. Zum einen das Vereinsteleskop 80/600 ED-Refraktor von Vixen mit dem
60mm Coronado H-alpha-Filter vorne drauf montiert (meist mit 20mm Okular bei 30-fach) - mit einer HEQ-5 nachgeführt.
Zusätzlich einen ED-Refraktor 70/480 mit Sonnenfilterfolie ND 5 (meist mit 8mm Okular bei 60-fach) auf Fotostativ.
Anmerkung: Am Vortag wurde die Filterfolie ND 3,8 + Baader Solar Continuum + Graufilter ND 0,9 ausprobiert.
Ich war der Meinung, die ND 5-Folie alleine wäre für Ungeübte angenehmer, zumal der geringe Farbfehler nur am Sonnenrand
und nicht bei den Sonnenflecken sichtbar war.

Die Besucher hatten manchmal Mühe, die Sonne zu sehen. Das stellte sich besonders beim H-alpha-Filter heraus.
Viele sahen schräg durchs Okular oder haben sich zuwenig gegen das seitliche Streulicht geschützt.
Zudem war uns das Wetter nicht besonders gnädig - immerwieder zogen Wolken vor der Sonne vorbei. Kaum hatte man erklärt
was wo zu sehen war und der "Kunde" hatte es auch erkannt, war schon wieder eine dünne Schleierwolke vor der Sonne.
Im H-alpha-Teleskop wars da natürlich gleich finster.

Zumindest die Sonne selbst war etwas "großzügiger". All die Wochen zuvor war die Oberfläche blankgeputzt. Zum richtigen
Zeitpunkt waren zwei ganz brauchbare Sonnenflecken sichtbar - sogar mit Penumbra. Die Protuberanzen und Spikes waren auch
ganz passabel.

Auf die häufig gestellte Frage "Was seh' ich jetzt da", hatten wir das Buch "Die Sonne" vom Oculum Verlag bei der Hand.
Besonders wenn wir den Gößenvergleich Erde zu Sonnenfleck bzw. Protuberanz zeigten, machte das Beobachtete doch einen ganz
anderen Eindruck. Außerdem konnten wir das herzeigen "wenn wirklich viel los ist" auf der Sonne bzw. die Beobachtungspausen
bei dichten Wolken überbrücken.
Beobachtet wurde bis ca. 16.30 h - die Wolken wurden immer dichter.
--
Viktor Wlaschitz                      

 

 


Aktualisiert am 07.11.2010

© BAA
 

Markus Vertesich