Doppelbefestigung - Klein aber Fein

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Klein aber Fein!
 
So könnte man die kleine Doppelbefestigung am besten beschreiben.
Zur Vorgeschichte:
 
Zu meinen ersten fotografischen Fotokombinationen zählte damals eine MTO 100/1000mm Russentonne (als Leitrohr) und eine PRAKTICA Kamera (analog) montiert auf einem gewöhnlichen Fotostativkopf welchen ich auf eine eigens für das MTO gefertigte Halterung von TS montierte (siehe Foto). Ich wollte damit Übersichtaufnahmen machen. Das war an und für sich eine sehr stabile Kombination, aber damals konnte ich mit der Web Cam nicht guiden (MTO: f10) und die damalige Montierung (HEQ5) war für fotografische Zwecke ungeeignet. So entschloss ich mich, eine andere Montierung zu kaufen (GP/DX) und eine lichtstärkere Optik (GSO Newton 8" f4). Das MTO wurde dann noch zwei, drei mal auf der GP/DX getestet, aber da es mit dem Guiding aufgrund der Lichtstärke noch immer Probleme gab, verschwand es für längere Zeit im Keller, bis ich es schließlich verkaufte.
 
Nach längeren fotografischen Experimenten bekam ich wieder Lust auf Übersichtsaufnahmen.
Auslöser war ein Foto vom Sternbild Orion mit Barnards Loop, welches mit einem 60mm Leica Makro Objektiv gemacht wurde. In der Zwischenzeit wurde mein Equipment um eine mod. EOS 350d erweitert, weiters um eine Atik 16icHS CCD Kamera zum Guiden und um ein 60mm Leica Makro Objektiv.
Jetzt fehlte nur noch eine stabile Basis, um ein Leitrohr und die EOS 350d auf der GP/DX befestigen zu können. Zunächst versuchte ich es mit einer Doppelschiene von TS. Die Problematik dabei war, ich konnte die EOS 350d nicht bewegen. Es gab zwar von TS eine bewegliche Kamarabefestigung, welche jedoch über 200 Euro kostete. Das war mir einfach zu viel und ich überlegte mir andere Alternativen. Dabei fiel mir ein, daß ich noch eine Witty Kamera & Leitrohrbefestigung hatte, eine Prismenschiene und eine Prismenklemme. Daraus bastelte ich mir eine kleine verstellbare Doppelbefestigung, mit welcher nun die Kamera beweglich ist. Darüber hinaus ist die Befestigung sehr stabil. Auch bei Temperaturschwankungen und Minusgraden wird hier nichts locker. Als Leitrohr kommt ein Williams 66 SD APO mit 388mm zum Einsatz.
 
Was bedeutet das nun in der Praxis:
Ich kann jedes Objekt so einstellen, wie ich es für richtig halte. Im Hochformat, im Querformat und sämtlichen Abstufungen dazwischen - unabhängig davon, wie die Montierung ausgerichtet ist. Leitsterne im Aufnahmefeld finde ich durch den Williams 66 SD APO mehr als genug.
Da die Befestigung primär für das 60mm Leica Objektiv konstruiert wurde, kann ich nicht sagen, ob sie auch für größere Objektive geeignet ist. Bis 135mm sollte es jedoch keine Probleme geben.
 
Anbei noch Fotos von der damaligen Fotokombi & Aufnahme vom Sternbild Orion (analog) und der jetzigen Fotokombi & Aufnahmen vom Sternbild Orion sowie NGC 7000 und Umgebung.
 
Zu den Astroaufnahmen selbst:
 
Sternbild Orion (analog):
Belichtung 15min mit 300mm Objektiv Marke? / PRAKTICA Kamera / Montierung HEQ5 & orig. Steuerung / ohne Guiding / Kodak Farbfilm ISO400 / JOIS - Burgenland
 
Sternbild Orion (digital) - Erste Aufnahme mit der neuen Fotokombi:
Belichtung 9x360s, 4x180s 800ASA & IDAS-LPS Filter mit 60mm Leica Makro Objektiv (f4) / Canon EOS 350D mod. / Montierung Vixen GP/DX & Dynostar X3 1,6A Steuerung/ Guiding mit Atik 16icHS CCD Kamera und MaximDL / Ebenwaldhöhe 
 
NGC7000 & Umgebung (digital):
Belichtung 23x182s, 2x365s 800ASA & IDAS-LPS Filter mit 60mm Leica Makro Objektiv (f4) / Canon EOS 350D mod. / Montierung Vixen GP/DX & Dynostar X3 1,6A Steuerung/ Guiding mit Atik 16icHS CCD Kamera und MaximDL / Ebenwaldhöhe 
 
 
KOWATSCHIK Bruno

Aktualisiert am 12.06.2009

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Franz Gruber