BG Oberpullendorf: Sonnenfinsternis

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Laut diversen astronomischen Jahrbüchern und unseren Berechnungen hätte eigentlich am 3. Oktober 2005 eine partielle (teilweise) Sonnenfinsternis stattfinden sollen. Zu unserer Überraschung dürfte es sich jedoch um eine totale Sonnenfinsternis gehandelt haben, denn die Sonne war den ganzen Tag über nicht zu sehen. Wie später angestellte Nachforschungen ergaben, dürfte das Problem in der chemischen Verbindung H2O liegen, die sich in die Atmosphäre schummelte und den Mond half, die Sonne zu verfinstern. In der Fachsprache nennt man diese Erscheinung "Wolken" und man spricht gemeinhin von "schlechtem Wetter".

Tja, soweit als Einleitung die Situation, wie sie sich am Morgen des 3. Oktobers darstellte. Trotz des schlechten Wetters machten sich jedoch die beiden BAA-Mitglieder Karl Vlasich und Erich Weber an diesem Montag Morgen auf dem Weg in den Süden. Sie bannten sich den Weg durch dichte Nebelfelder mit Nieselregen über den Sieggrabner Sattel. Um 7.30 Uhr erreichten sie ihr Ziel, das Gymnasium in Oberpullendorf. Diese Schule wählten wir zusammen mit der Volksschule Unterschützen für die gemeinsame Beobachtung der Sonnenfinsternis aus. In Oberpullendorf waren zusätzlich noch einführende Vorträge über Finsternisse geplant.

Diese Vorträge begannen dann auch um 7.50 Uhr. In zwei Räumen hielten die beiden BAA-Mitglieder parallel die Vorträge um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zur Teilnahme zu geben. Jeder Vortrag dauerte 25 Minuten, sodass wir bis 9.40 Uhr in acht Vorträgen fast 300 Schülerinnen und Schülern das Wesen einer Sonnenfinsternis näher bringen konnten. Danach war eigentlich die Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis im Schulhof geplant. Dazu kamen Ilse Szolderits (hatte einen Newton und einen Refraktor mit dem Vereins-Coronado mit) und Martin Lovranich (Newton mit Leinwand zum Projizieren) als Verstärkung. Geplant war weiters noch Manfred Wasshuber, dieser musste allerdings leider krankheitsbedingt absagen.

Die Lehrerinnen und Lehrer hatten bereits für den gesamten Finsterniszeitraum auf Minuten genau die einzelnen Schulklassen eingeteilt, sodass jede/jeder der knapp 300 Personen die Möglichkeit haben sollte, durch eines unserer Teleskope die Finsternis zu beobachten. Nachdem jedoch das Wetter überhaupt nicht mitspielte, ließen wir die Zeiteinteilung zwar gleich, aber wir erläuterten den teils sehr interessierten Schülerinnen und Schülern statt der Finsternis-Beobachtung die Funktionsweise der Teleskope und andere astronomische Themen.

Wetterfest wie wir präsentierte sich auch eine Dame von einer burgenländischen Wochenzeitung, die für einen Bericht vorbeikam. Dann besuchte uns auch noch der ORF Burgenland um für die TV-Sendung "Burgenland Heute" den Wetterbericht zu drehen. Dabei kamen einige Schüler und auch Erich zu Wort. Nach dem Motto „Wenn wir schon keine Sonnenfinsternis sehen, machen wir uns halt eine selber“ bastelten zwei Schülerinnen nach einer Idee des bekannten ORF-Wetterfrosches Wolfgang Unger extra für die TV-Sendung eine große Sonne und einen großen Mond aus Karton. Beide Objekte schenkten sie uns im Anschluss für unsere nächsten Finsternis-Veranstaltungen. Besten Dank!

Alles in allem war die Stimmung trotz des schlechten Wetters recht gut. Es gab einige sehr interessierte Schülerinnen und Schüler (teils sogar mit eigenem Teleskop daheim), die wir sicher auch mal in Bad Sauerbrunn begrüßen werden können. Die in Unterschützen geplante Veranstaltung mit der dortigen Volksschule musste übrigens leider komplett abgesagt werden, da es dort die ganze Zeit über regnete.

Abschließend möchten wir uns beim Gymnasium Oberpullendorf für die nette Gastfreundschaft (es gab Kaffee, Gebäck und Getränke) und die Spende an die Vereinskassa bedanken. Speziell geht unser Dank an Mag. Karl Windisch für die ausgezeichnete Organisation und an Direktor Mag. Adalbert Reidinger für die Unterstützung. Natürlich geht der Dank des Vereins auch an unsere Mitglieder, die vor Ort wieder ausgezeichnete Arbeit geleistet haben.


Aktualisiert am 07.12.2005

© BAA
 

Erich Weber