Basalt, ein auch für Astronomen interessantes Gestein

Sonstiges
Interdisziplinäres


 

Geologische Entwicklung:

Burgenland mit seinen vorgeschichtlichen Vulkanen ist reich an Basalten und damit verwandten Gesteinen, wie Grünschiefer und Serpentinite. Vor 17 Millionen Jahren im Miozän, ereignete sich die erste Welle an Vulkanausbrüchen. Damals entstand der Gleichenberger Kogel (Bad Gleichenberg). Die zweite Phase der Vulkantätigkeit erfolgte vor rund 2 Mio. Jahren im Unterpliozän. An manchen Stellen sind nur mehr Tuffschlote erhalten, wie beim Burgfelsen der Riegersburg. Manchmal sind aber auch die Strukturen ehemaliger Kesselkrater erkennbar (Klöch).

Basaltstreit:

Der Streit um die Herkunft der Basalte im späten 18. Jahrhundert zur Entstehung der Erde, auch Basaltstreit genannt, ist in ihrer geisteswissenschaftlichen Bedeutung fast gleichzusetzen mit dem Streit um das Heliozentrische Weltbild.

siehe: Goethe und der Basaltstreit. 


Basalt auf anderen Himmelskörpern:

Basalt ist darüber hinaus ein häufiges Gestein auf allen terrestrischen Planeten (Merkur, Venus, Mars) und dem Mond. Auch viele Meteoriten besitzen die gleiche chemische Zusammensetzung wie Basalt. Mit ihrer Hilfe kann man Rückschlüsse auf die Entstehung unseres Sonnensystems ziehen.

 

Exkursion:

Das alles war Anlass, im Rahmen einer Exkursion unter fachkundiger Führung von Frau Edith Seel, mit dem Wiener Neustädter Mineralienverein am 19. April 2015 den Serpentinit Steinbruch in Rumpersdorf (Oberwart) aufzusuchen und die dortigen Gesteine und Minerale aufzusammeln.

Die dafür notwendigen Genehmigungen wurden in dankenswerter Weise von Frau Seel eingeholt.

 

 

Steinbruch Rumpersdorf

Steinbruch Rumpersdorf

 

Chalcedon auf Serpentinit / Fundstück

Chalcedon auf Serpentinit


Aktualisiert am 29.04.2015

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Dr. Franz Gruber