Unser neues (spektroskopisches) Mitglied S. Hold stellt sich vor

Spektroskopie
Berichte


Manfred Schwarz und ich sind nach dem Wuppertaler Kurs auf der Suche nach anderen spektroskopiinteressierten Amateuren in Österreich mit Siegfried Hold aus Graz in Kontakt gekommen. Bei einem kürzlich stattgefundenen Treffen zum persönlichen Kennenlernen haben wir beschlossen in Zukunft an einigen Projekten gemeinsam zu arbeiten. Siegfried Hold hat sich daher entschieden der BAA beizutreten und wird in Hinkunft ebenfalls seine spektroskopischen Berichte und Erfahrungen in der Spektroskopi-Rubrik unserer Homepage veröffentlichen. Nachstehend eine kurze Beschreibung seiner Sternwarte und seiner astronomischen/spektroskopischen Ausrüstung (ein ausführlicherer Bericht über seinen Spektropraphen mit Fasereinkopplung erscheint in Kürze unter der Rubrik "Spektroskopie/Technik"). 

 

 


Die Sternwarte Schulberg

(Siegfried Hold)

 

Position:  N 47° 00' 5,8''     +15° 41' 4,6''

 

Die Sternwarte beherbergt einen Refraktor 70/100 und einen Schiefspiegler 300/6000, beide Optiken sind von Lichtenknecker. Die Tuben für beide Instrumente wurden im Eigenbau hergestellt, ebenso die Montierung welche mit einer FS2 angesteuert wird.

Instrumente für die Spektroskopie:Ein SA100 dient zur Übersicht, bzw. wird er auf Astroreisen mitgenommen. Das Hauptinstrument ist ein Spektrograph vom Typ Czerny. Kollimator und Kameraspiegel haben eine Brennweite von 320 mm. Zur Zeit ist ein Gitter mit 2400 Linien/mm eingebaut. Weiters stehen ein 1800er und ein 1200er Gitter zur Verfügung. Als Sensor dient eine SBIG 2K. An der Easyfiber (http://de.astro-spec.com/produkte), am Okularstutzen montiert, wird das Signal über eine Faser in den Spektrographen eingekoppelt. An der Stelle an der üblicherweise der Spalt positioniert ist, befindet sich ein Image Slicer (http://de.astro-spec.com/produkte/image-slicer-cube), hiermit kann die Auflösung beinahe verdoppelt werden, ist aber nur für die Sonne und helle Sterne geeignet. Der Czerny erlaubt zwar eine sehr hohe Auflösung aber die hat ihren Preis!1. ist der abgebildete Bereich sehr klein, etwa 10 nm und 2. geht die Intensität in die Knie. Das ist aber nicht wirklich ein Hindernis, bis zu mag 7 gibt es so viel zu tun das ein Leben viel zu kurz ist. Außerdem bietet die Sonne in der hoch aufgelösten Spektroskopie hochinteressante Phänomene.

Berichte mit Bildern zum Instrumentarium folgen noch.


Aktualisiert am 22.01.2015

© BAA
 

Dr. Thomas Schroefl